Veranstaltungen

Änderungen vorbehalten

Ab dem 9. Juli wird das Kultur- und Bildungsprogramm des HDO fortgesetzt. Bitte informieren Sie sich, welche Veranstaltungen stattfinden und welche Bedingungen für einen Besuch gelten. Alle Informationen finden Sie hier Einen Überblick über unsere aktuellen Online-Angebote finden Sie hier

Ausstellungen

Im Haus des Deutschen Ostens

Derzeit nicht zugänglich
Das Who is Who der Deutschen aus dem östlichen Europa, Folge 5
Flurausstellung im 1. OG
Haus des Deutschen Ostens

02. Juni bis 30. Oktober 2020
Ausstellung "Hertha" von Filip Raif und Dr. Serafine Lindemann
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag (werktags) 10:00 bis 20:00 Uhr
Bitte beachten Sie die Zugangsbeschränkungen zur Ausstellung! Alle Infos hier

19. Juni bis 29. Juli 2020
Städte… Unter den Füßen… Über dem Kopf…
Fotos und Objekte von Waldemar Kern
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag (werktags) 01.07. - 29.07.: 10.00 bis 20.00 Uhr
Bitte beachten Sie die Zugangsbeschränkungen zur Ausstellung! Alle Infos hier

Außerhalb des Hauses

17. Februar bis 20. September 2020
Das Haus Schlesien zeigt die HDO-Wanderausstellung "Kann Spuren von Heimat enthalten - Eine Ausstellung über Essen und Trinken, Identität und Integration der Deutschen des östlichen Europa"
Alle Informationen finden Sie hier
Haus Schlesien, Dollendorfer Str. 412, 53639 Königswinter

 

Abgesagt
Das Museum im Kornhaus in Bad Waldsee zeigt die Wanderausstellung des HDO "Mitgenommen - Heimat in Dingen".
Weitere Information finden Sie auch auf der Homepage des Museums im Kornhaus.
Museum im Kornhaus Bad Waldsee, Hauptstraße 40 (Rathausplatz), 88339 Bad Waldsee

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Juni 2020

Jun 18. 2020

Ausstellungseröffnung

Städte… Unter den Füßen… Über dem Kopf… Fotos und Objekte von Waldemar Kern

Ausstellungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Ausstellungsdauer: 19. Juni bis 29. Juli 2020
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag (werktags) 10 Uhr bis 20 Uhr

Bitte informieren Sie sich über die Zugangsbeschränkungen zur Ausstellung. Alle Informationen finden Sie hier

Anstelle einer Eröffnung finden Sie auf YouTube den "Talk in der Ausstellung"

Städte – das sind nicht nur Betriebe und Verwaltungsgebäude, Universitäten und Museen, Straßen und Plätze. Im Ausstellungsprojekt „Städte... Unter den Füßen... Über dem Kopf...“ begibt sich Waldemar Kern in Deutschland und Russland, beide sind für ihn „Heimat“, auf Spurensuche. Nach Dingen, über die wir im urbanen Alltag hinweggehen, ohne sie wahrzunehmen. In München und Berlin, Moskau und Köln entdeckt seine Kamera Zeichen am Boden. Es handelt sich um Kanalabdeckungen, oft schief in den Gehweg eingebaut, manchmal historisch, vereinzelt mit dem Stadtwappen versehen, gelegentlich sogar mit Werbung. Er findet Stolpersteine und Gedenktafeln, welche an Menschen erinnern sollen, die in diesen Städten einst lebten und auf tragische Weise ihr Leben verloren. Unauffällige Zeugnisse der Vergangenheit und Gegenwart hüten sie jedoch den Geist und die Geschichte eines Ortes und seines Alltags.
Zu diesem Blick des Künstlers nach unten gesellt sich sein kontrastierender Blick nach oben, über die Köpfe der Menschen hinweg. Dieser ist in Waldemar Kerns Fotoserie „Weiß auf Schwarz“ festgehalten. Ihr Thema ist die Natur in den Städten – visuell verfremdete Baumkronen und Äste, die, gebrochen, gebogen und verwoben, sich zu einem Phantasiegebilde formen und eine Art „Muskeln der Stadt“ bilden.
Waldemar Kern (geb. 1952 in Nischni Tagil/Russland) studierte an der Kunst- und Graphikfakultät der Kunsthochschule seiner Heimatsstadt sowie an der Akademie der bildenden Künste in Moskau. Es folgten Einzelausstellungen u.a. in Moskau, Berlin und München. Waldemar Kern lebt und arbeitet in Köln. Neben seinen künstlerischen Arbeiten ist er auch als Kunstpädagoge tätig.

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Juli 2020

Jul 2. 2020

Symposium

Königsberg, rekonstruiert

Abgesagt

In Kooperation mit: Arbeitsgemeinschaft für ost- und westpreußische Landeskunde der LMU München

Jul 9. 2020

Erzählcafé

Prof. Dr. Andreas Otto Weber im Gespräch mit… Dr. Zuzana Jürgens

Eintritt: 5 Euro (inkl. Kaffee und ein Stück Kuchen)

Veranstaltungsort: Gaststätte „Zum Alten Bezirksamt“ im HDO
Veranstaltungsbeginn: 15 Uhr

Dr. Zuzana Jürgens ist seit 2019 Geschäftsführerin des Adalbert Stifter Vereins, der sich für den deutsch-tschechischen Dialog einsetzt und Kulturveranstaltungen in München, Bayern und auch Tschechien organisiert. Sie hat Bohemistik in Prag studiert und war Lehrbeauftragte für tschechische Literatur an der Universität Konstanz, der Humboldt-Universität zu Berlin und seit 2014 an der LMU München. 2009–2014 leitete sie das Tschechische Zentrum München, 2016–2019 war sie Projektleiterin des Europe Direct Informationszentrums, ebenfalls in München.

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Jul 9. 2020

Buchpräsentation und Podiumsgespräch

Gemeinsame Vergangenheit, gemeinsame Erinnerung? Das Projekt eines deutsch-russischen Geschichtsbuches

Referenten: Professor Dr. Dr. h.c. (mult.) Horst Möller (München), Professor Dr. Helmut Altrichter (Erlangen-Nürnberg), Eberhard Kuhrt
Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München
Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Ein Briefwechsel zwischen Bundeskanzler Helmut Kohl und dem russischen Präsidenten Boris Jelzin rief 1997/98 die Gemeinsame Deutsch-Russische Historikerkommission ins Leben.  Mit auf beiden Seiten je 12 Mitgliedern (Historikern und Archivaren) sollte sie zur bilateralen Erforschung der jüngeren deutschen und russischen Geschichte beitragen: durch eine Erleichterung des Zugangs zu Archiven, die Beratung und Unterstützung interessierter Wissenschaftler, die gemeinsame Erörterung wichtiger historischer Themen und die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Untersuchungen und Materialien.
Ein Projekt dieser Kommission war die Erarbeitung eines gemeinsamen deutsch-russischen Geschichtsbuches, geschrieben für einen breiten Adressatenkreis. Reich bebildert, sollte es von der Geschichte Deutschlands, Russlands und ihren Beziehungen zueinander erzählen, in essayartigen Artikeln, die jeweils Schlüsselereignisse, -personen und -institutionen in den Mittelpunkt stellten, darunter auch Artikel zur Geschichte und Kultur der Deutschen in Russland (und der Russen in Deutschland). Das Besondere: jeder Artikel sollte von einem deutschen und einem russischen Historiker gemeinsam verfasst werden und die deutsche und die russische Ausgabe in Text, Bildmaterialien und Layout identisch sein.
Professor Dr. Dr. h.c. (mult.) Horst Möller und Professor Dr. Helmut Altrichter sind auf deutscher Seite Hauptherausgeber des Werkes, Eberhard Kuhrt betreute das Projekt als Redakteur und Mitautor bis zu seinem Abschluss.
Professor Dr. Dr. h.c. (mult.) Horst Möller (geb. 1943 in Breslau) gilt als einer der renommierten Neuzeithistoriker Deutschlands. Er war u.a. Direktor des Deutschen Historischen Instituts (DHI) Paris und Direktor des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ) München-Berlin.
Professor Dr. Helmut Altrichter (geb. 1945 in Alt-Moletein, Mähren/heute Tschechien) war Professor für Neuere und Osteuropäische Geschichte an der Universität Augsburg und Inhaber des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg.
Eberhard Kuhrt (geb. 1946 in Eberswalde, Mark Brandenburg) war Referatsleiter für Deutschlandforschung in den Bundesministerien für innerdeutsche Beziehungen und des Innern. Als Leiter des Deutschen Sekretariats organisierte er die Arbeit der Gemeinsamen deutsch-russischen Historikerkommission von ihrer Gründung 1997/98 bis zu seinem Ausscheiden aus dem Ministerium 2013.

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Jul 10. 2020

Begleitprogramm zur Ausstellung

Führung durch die Ausstellung mit Waldemar Kern

Abgesagt

Veranstaltungsbeginn: 18 Uhr

 

Jul 12. 2020

HDO in Deutschland / Ausstellungseröffnung

„Mitgenommen – Heimat in Dingen“

Ausstellung abgesagt

Wanderausstellung des Hauses des Deutschen Ostens

Veranstaltungsbeginn: 11 Uhr

Zur Ausstellungseröffnung spricht Professor Dr. Andreas Otto Weber, Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, München

Ausstellungsort: Museum im Kornhaus, Hauptstraße 40 (Rathausplatz), 88339 Bad Waldsee
Ausstellungsdauer: 13. Juli bis 20 September 2020
Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag, 13.30 bis 17.30 Uhr

Der Teddybär aus dem Rucksack eines kleinen Brünner Mädchens, der Blechteller aus dem Lager in Ungarn, die Schlüssel vom „Zuhause“ in Oberschlesien, die ersten Ausweisdokumente – diese und viele andere Gegenstände und ihre Geschichten erinnern bis heute an die alte Heimat, an Flucht, Vertreibung, Deportation und Lager, an die Aussiedlung oder die Ankunft „im Westen“. Sie haben ihren hohen ideellen Wert für ihre Besitzer nie verloren.
Die Ausstellung des Hauses des Deutschen Ostens will anhand der Dinge und ihrer Geschichte von persönlichen Schicksalen ihrer Eigentümer erzählen. Vergleichbares erleben heute weltweit Menschen, die von Krieg, Gewalt und Verfolgung bedroht sind.
Von Juli bis September 2020 zeigt das Museum im Kornhaus in Bad Waldsee (Baden-Württemberg) die HDO-Wanderausstellung „Mitgenommen – Heimat in Dingen“. Ergänzt wird die Ausstellung durch mitgenommene Dinge und Geschichten der Vertriebenen in Bad Waldsee und seiner Umgebung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Museums.

Jul 14. 2020

Podiumsgespräch

70 Jahre später: Die „Charta der Heimatvertriebenen“ auf dem Prüfstand

In Kooperation mit: Bund der Vertriebenen, Landesverband Bayern e.V.

Referenten: Dr. Otfrid Pustejovsky (Waakirchen), Professor Dr. Michael Schwartz (Berlin), Professor Dr. Matthias Stickler (Würzburg)
Moderation: Christian Knauer, Landesvorsitzender des BdV Bayern, und Professor Dr. Andreas Otto Weber, Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, München
Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München
Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Vor 70 Jahren, im August 1950, wurde die „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“ von Vertretern der Vertriebenenverbände und der Landsmannschaften unterzeichnet und bei einer Kundgebung in Stuttgart verkündet. Sie bildet auch heute noch die Wertegrundlage des Bundes der Vertriebenen und vieler Landsmannschaften. In der Charta forderten die Vertriebenen unter anderem ein „Recht auf Heimat“ sowie die Gleichstellung mit der übrigen Bevölkerung und eine gleichmäßige Verteilung der Lasten des Zweiten Weltkrieges. Gleichzeitig proklamierte die Charta einen Verzicht auf „Rache und Vergeltung“.
Viele der Forderungen wurden durch das Lastenausgleichs- und das Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetz in den 1950er Jahren erfüllt. Gleichzeitig wurde die Charta immer wieder als besonders wichtiger Beitrag zur Versöhnung mit den östlichen Nachbarländern Deutschlands hervorgehoben.
Es gibt und gab aber auch immer wieder kritische Stimmen zur Charta der Heimatvertriebenen. Besonders der Satz „Die Völker der Welt sollen ihre Mitverantwortung am Schicksal der Heimatvertriebenen als der vom Leid dieser Zeit am schwersten Betroffenen empfinden“ rief Kritik hervor. Auch die NS-Vergangenheit einiger Unterzeichner warf und wirft für viele ein schlechtes Licht auf die Charta.
Dr. Otfrid Pustejovsky (geb. 1934 in Mährisch Ostrau/Ostrava) war Beamter des Bayerischen Sozialministeriums. In dieser Funktion war er unter anderem am Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetz beteiligt. Als Historiker beschäftigt er sich mit der Geschichte Tschechiens im 20. Jahrhundert. Von Otfrid Pustejovsky liegt u.a. vor: Stalins Bombe und die „Hölle von Joachimsthal“. Uranbergbau und Zwangsarbeit in der Tschechoslowakei nach 1945 (2009).
Professor Dr. Michael Schwartz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte (München-Berlin) und apl. Professor der Universität Münster. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört auch die Geschichte von ethnischen „Säuberungen“ im 19. und 20. Jahrhundert und die Vertriebenenpolitik in der SBZ/DDR. Von Michael Schwartz liegen u.a. vor: Ethnische „Säuberungen“ in der Moderne. Globale Wechselwirkungen nationalistischer und rassistischer Gewaltpolitik im 19. und 20. Jahrhundert (2013); (als Co-Autor), „Funktionäre mit Vergangenheit“. Das Gründungs-Präsidium des Bundes der Vertriebenen und das „Dritte Reich“ (2013).
Professor Dr. Matthias Stickler ist apl. Professor am Institut für Geschichte der Universität Würzburg sowie Leiter des Instituts für Hochschulkunde. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sowie Nationalitätenkonflikte und Flucht und Vertreibung. 2004 erschien von ihm „Ostdeutsch heißt Gesamtdeutsch. Organisation, Selbstverständnis und heimatpolitische Zielsetzungen der deutschen Vertriebenenverbände 1949–1972“.

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Jul 16. 2020

Filmsoirée

„Eine blonde Provinz – Polen und der deutsche Rassenwahn“ (2009)

In Kooperation mit: Generalkonsulat der Republik Polen in München

Einführung: Dr. Lilia Antipow, Haus des Deutschen Ostens
Referenten: Dr. Jacek Kubiak (Posen)
Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München
Veranstaltungsbeginn: 18:30 Uhr

„Um zwei Uhr nachts kamen die Deutschen, 15 Minuten habt Ihr. Raus, raus Pollack!“ Tausende Polen christlichen und jüdischen Glaubens wurden nach dem deutschen Überfall auf Polen 1939 von der deutschen Wehrmacht, der SA und der SS aus ihren Häusern vertrieben, deportiert und umgebracht. Die Nazis planten, im besetzten Polen, in einem Distrikt namens Warthegau, ein Experimentierfeld des Rassenwahns zu installieren. Eine „blonde Provinz“, so Heinrich Himmler, sollte entstehen, ein Laboratorium zur „Züchtung des germanischen Herrenmenschen“.
Innerhalb weniger Wochen wurden Hunderttausende Polen und Juden zur Vertreibung freigegeben, als Arbeitssklaven missbraucht oder getötet. Die brutal Vertriebenen sollten „Platz schaffen“ für die „Volksdeutschen“, die vor allem aus der sowjetischen Einflusszone – zwischen dem Schwarzen Meer und dem Baltikum – „heimgeholt“ wurden.
Die Filmemacher Dr. Jacek Kubiak und Klaus Salge stellen in ihrem Film drei Männer vor, die beim deutschen Überfall auf Polen noch Kinder waren und deren Schicksal mit der Stadt Posen verbunden ist. Zwi Steinitz aus Tel Aviv, der nach 70 Jahren zum ersten Mal wieder in sein Geburtsland reist, um den Ort zu besuchen, an dem seine Eltern ermordet wurden. Henryk Jaszcz, der nach dem Überfall vergeblich seine Eltern in Posen sucht und dessen Weg in den Widerstand führt. Und Dieter Bielenstein, der als Zwölfjähriger mit seinen Eltern aus Lettland nach Posen kam.
Der Film „Eine blonde Provinz“ wurde 2010 mit dem deutsch-polnischen Journalistenpreis (Polsko-Niemiecka Nagroda Dziennikarska) ausgezeichnet.
Klaus Salge (geb. 1941 in Sigmaringen) ist Filmregisseur mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm. Sein Interesse gilt vorrangig den politischen und kulturgeschichtlichen Themen mit Gegenwartsbezug. Als Drehbuchautor und Regisseur wirkte er unter anderem mit bei Dokumentarfilmen wie „Die Zeit ist für die Lieder und gegen die Panzer – Das erste Konzert in Griechenland nach dem Sturz der griechischen Junta” (1974); „Sonne und Zeit“ (1999), „Fifty-Fifty“ (2003), „Mikis Theodorakis. Composer“ (2011) und bei Spielfilmen wie „In den Tag hinein“ (2001).
Dr. Jacek Kubiak (geb. 1957 in Posen) ist polnischer Dokumentarfilmemacher. Bereits als Student schloss sich Kubiak der Oppositionsbewegung an und wurde 1980 Mitglied der „Solidarność“. 1981 wurde er aufgrund seiner politischen Aktivitäten verhaftet. 1988–1995 machte Kubiak eine Karriere als Journalist. 1993 gründete er die Firma „Telenowa“, die 1993–2012 über 500 Film- und Fernsehproduktionen herausbrachte. Seine Filme setzen sich mit geschichtlichen und kunstgeschichtlichen Themen auseinander, einschließlich der gemeinsamen deutsch-polnischen Geschichte. Jacek Kubiak drehte unter anderem Filme wie „Erinnerungszeichen“ (Znaki pamięci, 1997–2001), „Posen. Seltsame Geschichten“ (Poznań. Historie osobliwe, 2002–2004), „Das großpolnische Alphabet“ (Alfabet Wielkopolski, 2004–2007).

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Jul 21. 2020

Podiumsgespräch

Sehnsucht nach der k.u.k.-Zeit

Vielfalt und Grenzen ein Jahrhundert nach 1918

In Kooperation mit: Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München, Adalbert Stifter Verein

Impulsvortrag: Martin Haidinger (Wien)
Teilnehmer: Martin Haidinger (Wien), Dr. Jana Osterkamp (München), Professor Dr. Steffen Höhne (Weimar), Bernard Gaida (Guttentag/Polen, angefragt)
Moderation: Junior-Professorin Dr. Maren Röger (Augsburg)
Veranstaltungsort: Adalbert-Stifter-Saal im Kulturforum des Sudetendeutschen Hauses, Hochstraße 8, 81669 München
Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Ein Jahrhundert nach dem Zerfall der k.-u.-k.-Monarchie erlebt sie als Mythos eine Wiedergeburt. Im Kontext der aktuellen Debatten über Grenzen und Diversität in den Nationalstaaten und in der EU gilt die Donaumonarchie oft als Vorbild für den Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt und Heterogenität, mit Multikulturalität, Mehrsprachigkeit, Multiethnizität und Multireligiosität, für ein freies und friedliches Zusammenleben vieler Völker und Konfessionen in einem Staatsgefüge, mit politischer Einbindung von Minderheiten auf zentraler und lokaler Ebene, in Verbindung mit einer Supranationalität der Eliten. Vergessen scheint, dass einst Kritiker der Donaumonarchie mangelnden Reformwillen, Bürokratismus, die ungelöste Nationalitätenfrage sowie eine Unterdrückung der Völker (die k.u.k.-Monarchie als „Völkerkerker“) vorwarfen und darin eine der Voraussetzungen für ihren Zerfall sahen.
Was aber steckt hinter der neuen „Sehnsucht nach der k.u.k.-Zeit“? Inwiefern kann die k.-u.-k.-Monarchie unter den aktuellen europa- und weltpolitischen Rahmenbedingungen tatsächlich ein Vorbild für ein übernationales Europa sein? Was kann man von der politischen Verwaltung der Vielfalt in der Donaumonarchie, ihren politischen Praktiken der Loyalitätssicherung, bei nationalen und regionalen politischen Eliten, bei der Verteilung der legislativen, exekutiven und judikativen Kompetenzen zwischen übernationalen und national-regionalen Strukturen lernen? Dieser und weiterer Fragen nehmen sich der Vortragende und die Teilnehmer der Podiumsdiskussion an.

Martin Haidinger (geb. 1969 in Wien) ist ein österreichischer Historiker und Journalist. Er arbeitet u.a. im Auftrag des Österreichischen Rundfunks, des Deutschlandradios beziehungsweise des Deutschlandfunks.
Dr. Jana Osterkamp (geb. 1977) ist Leiterin der Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe „Vielfalt ordnen. Föderalismusvorstellungen in der Habsburgermonarchie und ihren Nachfolgestaaten“ am Collegium Carolinum München sowie Lehrbeauftragte an der LMU München und an der Universität Wien.
Professor Dr. Steffen Höhne ist seit 2000 Professor für Kulturmanagement am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena.
Bernard Gaida (geb. 1958 in Guttentag/Polen) ist ein Politiker der deutschen Minderheit in Polen.
Junior-Professorin Dr. Maren Röger ist seit 2015 Juniorprofessorin für „Transnationale Wechselbeziehungen. Deutschland und das östliche Europa“ und seit 2017 Geschäftsführerin des Bukowina-Instituts an der Universität Augsburg.

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Veranstaltungsarchiv

2020

Programm Januar bis März 2020

Programm April bis Juli 2020

Terminabsagen aufgrund der Corona-Pandemie März bis Juli 2020

2019

Programm September bis Dezember 2019

Programm April bis Juli 2019

Programm Januar bis März 2019

2018

Rückblick auf das Veranstaltungsjahr 2018

Haus des Deutschen Ostens
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Programm April bis Juli 2020

Das komplette Programmheft April bis Juli 2020 können Sie hier herunterladen.

Eintritt

Soweit nicht anders vermerkt, ist der Eintritt zu den Veranstaltungen frei.

Anmeldung

Bei Veranstaltungen mit Anmeldung bitten wir um rechtzeitige Platzreservierung per E-Mail.

Auch bei Veranstaltungen ohne Anmeldung gilt: Einlass nur bis zur höchstzulässigen Personenzahl.

Hinweis

Mit der Teilnahme an den Veranstaltungen erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen zu sehen sind, die das Haus des Deutschen Ostens im Rahmen seiner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verwendet.

Veranstaltungsarchiv

Eine Übersicht über unsere Veranstaltungen der vergangenen Jahre finden Sie in den jeweiligen HDO-Journalen.