Veranstaltungen

Änderungen vorbehalten

Ausstellungen

Im Haus des Deutschen Ostens

19. Juni 2024 - 31. Juli 2024
Vertriebene 1939
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag (werktags) 10 - 20 Uhr
Haus des Deutschen Ostens

ab April 2023
HDO auf Reisen in Europa - Bilder von Uwe Beck
Öffnungszeiten: Montag - Freitag (werktags) 10 - 20 Uhr; Im August: Montag - Freitag (werktags) 10 - 18 Uhr
Haus des Deutschen Ostens, Flur, 2. Stock

ab Mai 2024
Das Who is Who der Deutschen aus dem östlichen Europa - Folge 7
Öffnungszeiten: Montag - Freitag (werktags) 10 - 20 Uhr; In den Weihnachtsferien geschlossen
Haus des Deutschen Ostens, Flur, 1. Stock

 

Außerhalb des HDO

HDO in Deutschland:

Zur Zeit finden keine Ausstellungen des HDO in Deutschlands statt.

 

HDO in Europa:

Zur Zeit finden keine Ausstellungen des HDO außerhalb Deutschlands statt.

 

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April 2024

APR 4.

Führung durch die Ausstellung mit Patricia Erkenberg M.A.

Ungehört – die Geschichte der Frauen. Flucht, Vertreibung und Integration

Ausstellung des Hauses des Deutschen Ostens

Noch bis Freitag, 12. April 2024

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag (werktags) 10.00 bis 20.00 Uhr

Konzeption und Zeitzeugeninterviews: Professor Dr. Daniela Neri-Ultsch (Regensburg)

Ausstellungsteam: Dr. Lilia Antipow (HDO), Patricia Erkenberg M.A. (HDO), Professor Dr. Daniela Neri-Ultsch, Professor Dr. Andreas Otto Weber (Direktor des HDO)

Führung durch die Ausstellung mit Patricia Erkenberg M.A.

Veranstaltungstermin: Donnerstag, 4. April 2024, 18.00 Uhr

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

APR 11.

Erzählcafé

Dr. Renate von Walter im Gespräch mit… Christa Wandschneider

Veranstaltungstermin: Donnerstag, 11. April 2024, 15.00 Uhr

Veranstaltungsort: HDO-Gaststätte „Zum alten Bezirksamt“, Am Lilienberg 5, 81669 München

Eintritt: 5 Euro (inkl. Kaffee und ein Stück Kuchen)

 

APR 11.

Finisage der Ausstellung

Ungehört – die Geschichte der Frauen. Flucht, Vertreibung und Integration

Ausstellung des Hauses des Deutschen Ostens

Noch bis Freitag, 12. April 2024

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag (werktags) 10.00 bis 20.00 Uhr

Konzeption und Zeitzeugeninterviews: Professor Dr. Daniela Neri-Ultsch (Regensburg)

Ausstellungsteam: Dr. Lilia Antipow (HDO), Patricia Erkenberg M.A. (HDO), Professor Dr. Daniela Neri-Ultsch, Professor Dr. Andreas Otto Weber (Direktor des HDO)

Finisage

Veranstaltungstermin: Donnerstag, 11. April 2024, 18.00 Uhr

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

APR 16.

Filmsoirée

"Ein Franke lernt Polka"

Veranstaltungstermin: Dienstag, 16. April 2024, 18.00 Uhr

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Referenten: Udo Pörschke (Bamberg) und Jorin Gundler (Marktheidenfeld)

Moderation: Patricia Erkenberg M.A. (HDO)

APR 25.

Ausstellungseröffnung

Deutsche in der Ukraine: Geschichte und Kultur

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Ausstellungszeiten: Freitag, 26. April, bis Mittwoch, 29. Mai 2024

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag (werktags) 10.00 bis 20.00 Uhr

Gefördert durch: Bundesministerium des Innern und für Heimat

In Kooperation mit: Ukrainische Freie Universität

Die virtuelle Version der Ausstellung steht hier zur Verfügung.

APR 30.

Filmsoirée

„Die letzten Österreicher“ (2020)

Veranstaltungstermin: Dienstag, 30. April 2024, 18.00 Uhr

Referent: Lukas Pitscheider (Wien)

Moderation: PD. Dr. Angela Ilić (München)

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

In Kooperation mit: Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München

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Mai 2024

MAI 7.

Vortrag

Der „volksdeutsche Selbstschutz“ in Transnistrien: Verbrechen, Nachkriegsjustiz und Erinnerung

Veranstaltungstermin: Dienstag, 7. Mai 2024, 19.00 Uhr

Referent: Dr. Dmytro Myeshkov (Lüneburg)

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

MAI 16.

Tradititionen

Heimatgebäck – Traditionsgebäck

Veranstaltungstermin: Donnerstag, 16. Mai 2024, 18.00 Uhr

Veranstaltungsort: HDO-Gaststätte „Zum alten Bezirksamt“, Am Lilienberg 5, 81669 München

Eintritt: 10 Euro (inkl. Kaffee und Gebäck)

In Kooperation mit: HDO-Gaststätte „Zum Alten Bezirksamt“

Anmeldung erforderlich: 089/449993-0 telefonisch oder poststelle(at)hdo.bayern.de per E-Mail

MAI 17. - 19.

Ausstellungen und Buchpräsentationen

Sudetendeutscher Tag

Veranstaltungstermin: Freitag, 17. Mai, bis Sonntag, 19. Mai 2024

Veransstaltungsort: 74. Sudetendeutscher Tag, Messe Augsburg, Am Messezentrum 5, 86159 Augsburg

In Kooperation mit: Heimatpflegerin der Sudetendeutschen und Volk Verlag

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Juni 2024

JUN 18.

Ausstellungseröffnung

Vertriebene 1939

Veranstaltungstermin: Dienstag, 18. Juni 2024, 18.00 Uhr

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Grußworte: Stadträtin Gudrun Lux als Vertretung von Dieter Reiter, Oberbürgermeister der Stadt München; Dr. Petra Loibl MdL, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene (Video-Grußwort); Bernard Gaida, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten in der FUEN; Maciej Szmidt, Konsul der Republik Polen in München (angefragt); Professor Dr. Andreas Otto Weber (Direktor des HDO).

Festrede: Dr. Jacek Kubiak (Posen/Poznań)

Ausstellungszeitraum: Mittwoch, 19. Juni, bis Mittwoch, 31. Juli 2024

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag (werktags) 10.00 bis 20.00 Uhr

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Anmeldung erforderlich:
telefonisch unter 089-449993-0 oder per E-Mail unter poststelle(at)hdo.bayern.de

Die Ausstellung „Vertriebene 1939“ veranschaulicht anhand von zirka 400 Fotografien, Plakaten und Dokumenten die traumatischen Erlebnisse und Erfahrungen der polnischen Zivilbevölkerung, die während des Zweiten Weltkriegs aus den Teilen Polens deportiert wurde, die an das Dritte Reich angegliedert wurden. Die gewaltsamen Zwangsaussiedlungen, Inhaftierungen und Ermordungen von insgesamt 1,5 Millionen polnischer und jüdischer Bürger und Bürgerinnen waren zugleich Teil der nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik, die in der Errichtung von KZs und im Holocaust gipfelte. An ihrer Stelle wurden „Volksdeutsche“ aus Ost- und Südosteuropa angesiedelt, denn das Ziel der Besatzer war die völlige Germanisierung der Territorien. In einem Distrikt namens „Warthegau“ sollte eine „blonde Provinz“ als ein Laboratorium zur Züchtung des germanischen Herrenmenschen entstehen. Zu den betroffenen Gebieten gehörten u. a. die Provinz Posen/Poznań, ein Teil des Lodzer Gebiets, Pommern, das nördliche Masowien und Schlesien.

Die Ausstellung wurde von dem Kurator Dr. Jacek Kubiak mit Unterstützung von Małgorzata Schmidt (visuelle Gestaltung) und Janusz Zemer (Koautor) und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Nationales Gedenken und dem Polnischen Städteverband konzipiert.

JUN 19.

Führung durch die Ausstellung

Vertriebene 1939

Ausstellungszeitraum: Mittwoch, 19. Juni, bis Mittwoch, 31. Juli 2024

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag (werktags) 10.00 bis 20.00 Uhr

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Kuratorenführung durch die Ausstellung mit Dr. Jacek Kubiak

Veranstaltungstermin: Mittwoch, 19. Juni 2024, 12.00 Uhr

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Die Ausstellung „Vertriebene 1939“ veranschaulicht anhand von zirka 400 Fotografien, Plakaten und Dokumenten die traumatischen Erlebnisse und Erfahrungen der polnischen Zivilbevölkerung, die während des Zweiten Weltkriegs aus den Teilen Polens deportiert wurde, die an das Dritte Reich angegliedert wurden. Die gewaltsamen Zwangsaussiedlungen, Inhaftierungen und Ermordungen von insgesamt 1,5 Millionen polnischer und jüdischer Bürger und Bürgerinnen waren zugleich Teil der nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik, die in der Errichtung von KZs und im Holocaust gipfelte. An ihrer Stelle wurden „Volksdeutsche“ aus Ost- und Südosteuropa angesiedelt, denn das Ziel der Besatzer war die völlige Germanisierung der Territorien. In einem Distrikt namens „Warthegau“ sollte eine „blonde Provinz“ als ein Laboratorium zur Züchtung des germanischen Herrenmenschen entstehen. Zu den betroffenen Gebieten gehörten u. a. die Provinz Posen/Poznań, ein Teil des Lodzer Gebiets, Pommern, das nördliche Masowien und Schlesien.

Die Ausstellung wurde von dem Kurator Dr. Jacek Kubiak mit Unterstützung von Małgorzata Schmidt (visuelle Gestaltung) und Janusz Zemer (Koautor) und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Nationales Gedenken und dem Polnischen Städteverband konzipiert.

JUN 19.

Filmsoirée

„Der Vertrag 1970“ (2023)

Veranstaltungstermin: Mittwoch, 19. Juni 2024, 19.00 Uhr

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Im Anschluss an den Film findet eine Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Horst Möller (München) und dem Regisseur Dr. Jacek Kubiak (Posen/Poznań, Polen) statt.

Moderation: Prof. Dr. Andreas Otto Weber (HDO)

Der Film vom polnischen Journalisten und Dokumentarfilmemachers, Jacek Kubiak, ist gewidmet dem Warschauer Vertrag zwischen Deutschland und Polen „Über die Grundlagen der Normalisierung ihrer gegenseitigen Beziehungen“ vom 1970, der 1972, Deutschen Bundesteg ratifiziert wurde. Er thematisiert die damit verbundenen Ereignisse und lässt Zeitgenossen, wie den damaligen Oberbürgermeister der Stadt Hannover, Dr. h.c. Herbert Schmalstiegs, zur Sprache kommen.

Dr. Jacek Kubiak (geb. 1957) ist polnischer Dokumentarfilmemacher. Bereits als Student schloss sich Kubiak der Oppositionsbewegung an und wurde 1980 Mitglied der „Solidarność“. 1981 wurde er aufgrund seiner politischen Aktivitäten verhaftet. 1988–1995 machte Kubiak eine Karriere als Journalist. 1993 gründete er die Firma „Telenowa“, die 1993–2012 über 500 Film- und Fernsehproduktionen herausbrachte. Seine Filme setzen sich mit geschichtlichen und kunstgeschichtlichen Themen auseinander, einschließlich der gemeinsamen deutsch-polnischen Geschichte. Jacek Kubiak drehte unter anderem Filme wie „Erinnerungszeichen“ (Znaki pamięci, 1997–2001), „Posen. Seltsame Geschichten“ (Poznań. Historie osobliwe, 2002–2004), „Das großpolnische Alphabet“ (Alfabet Wielkopolski, 2004–2007).

JUN 27.

Buchpräsentation

„Immanuel Kant und sein Wirkungsort Königsberg“ (2023)

Veranstaltungstermin: Donnerstag, 27. Juni 2024, 19.00 Uhr

Referent: Professor Dr. Jürgen Sarnowsky (Hamburg)

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Anmeldung erforderlich:
telefonisch unter 089-449993-0 oder per E-Mail unter poststelle(at)hdo.bayern.de

Immanuel Kant gehört zweifellos zu den bedeutendsten europäischen Philosophen. Vor seinem 300. Geburtstag im Jahr 2024 haben im Rahmen der Kant-Dekade (seit 2014) verschiedene Aktivitäten neue Aspekte seines Wirkens herausgearbeitet, doch ist bisher kaum die Bedeutung der Wirkungsstätte Kants, Königsbergs und der Albertina, näher beleuchtet worden. Dies war Anlass zu einer interdisziplinären Tagung, die die Historische Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung, das Ostpreußische Landesmuseum und das Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa im städtischen Museum Lüneburg veranstaltet haben. Diese wird im vorliegenden Band dokumentiert. Die Beiträge untersuchen die Bedeutung Kants für die Theorie der Humanität, Kants frühe Jahre, die Entwicklungen an der Königsberger Universität in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und die spätere Kant-Rezeption.

Nach dem Vortrag findet ein Sektempfang statt.

Professor Dr. Jürgen Sarnowsky (geb. 1955) wurde 1985 nach einem Studium der Geschichte, Physik und Philosophie an der Freien Universität Berlin promoviert, die Habilitation folgte 1992. Nach einem Heisenberg-Stipendium und Lehrstuhlvertretungen in Chemnitz und Hamburg war er von 1996 bis 2021 Professor für mittelalterliche Geschichte am Historischen Seminar der Universität Hamburg und wirkte an Fachbereich und Fakultät u.a. als Dekan (2002–2004) und Prodekan (2004/2005, 2014/2015). Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der geistlichen Ritterorden des Mittelalters, die Hanse, das Ordensland Preußen und der Ostseeraum, England, die Geschichte der Bildung und der Entdeckungsreisen sowie digitale Editionen. Zu den teilweise in Kooperation mit Mitarbeitern erarbeiteten Veröffentlichungen der letzten Jahre zählen vier Bände mit Regesten zu Briefen des Deutschen Ordens in Preußen (2012–2024), zwei Bände mit Regesten zur Hamburger Threse (2014–2021), vier Bände mit Editionen zum Deutschordenshandel und zu untergeordneten Amtsträgern (2008–2015) und drei Überblicksdarstellungen zu den Entdeckungsreisen des 13.–18. Jahrhunderts, zu den geistlichen Ritterorden und zu Bildung und Wissenschaft im Mittelalter (2015–2022). Ein aktuelles DFG-Projekt ist der Erschließung der Urkunden und Briefe der Hamburger Threse für die Jahre 1441–1490 gewidmet. Jürgen Sarnowsky ist Vorsitzender des Hansischen Geschichtsvereins und der Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung.

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Juli 2024

JUL 4.

Vortrag

Von Grönland in die Antarktis – Über den Polarforscher Erich von Drygalski

Veranstaltungstermin: Donnerstag, 4. Juli 2024, 19.00 Uhr

Referentin: Professor Dr. Cornelia Lüdecke (München)

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Der Königsberger Geograf Erich von Drygalski (1865–1949) wollte in Grönland den Mechanismus erkunden, der zur Vereisung der Norddeutschen Tiefebene geführt hatte. 1892–1893 überwinterte er mit zwei Kollegen an der Westküste und untersuchte die Bewegung des Inlandeises und der lokalen Gletscher. Mit den Ergebnissen wurde er habilitiert und zum Leiter der ersten deutschen Südpolarexpedition (1901–1903) ernannt. Das Expeditionsschiff „Gauss“ wurde bereits am Südpolarkreis bei 90 °O, 80 km von der Küste vom Eis entfernt ortsfest eingeschlossen. An Land entdeckten die Polarforscher den erloschen Vulkan Gaussberg (330 m). Dank seiner Führungsfähigkeit und arktischen Erfahrungen brachte Erich von Drygalski die Mannschaft gut durch die Winternacht. Nach einem Jahr erfolgreicher wissenschaftlicher Arbeit brach das Eis auf und die Expedition kehrte nach Kiel zurück. Die vollständige Auswertung aller Daten dauerte bis 1931 und stellt insbesondere in der Biologie bis heute einen Meilenstein dar.

Professor Dr. Cornelia Lüdecke (geb. 1954) studierte Meteorologie an der Ludwigs-Maximilians-Universität München und promovierte ebenfalls an der LMU im Fach Geschichte der Naturwissenschaften. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich bereits mit dem Polarforscher Erich von Drygalski. Als Professorin und Dozentin war sie an der Universität Hamburg beschäftigt. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem die Geschichte der Polarforschung und die Geschichte der Meteorologie. Sie nahm selbst an mehreren Polarexpeditionen teil.

JUL 9.

Buchpräsentation

„Trachtenkunst. Die Anatomie der Wischauer Tracht“ (2024)

Veranstaltungstermin: Dienstag, 9. Juli 2024, 19.00 Uhr

Referenten: Dr. Lilia Antipow (HDO), Christina Meinusch (Heimatpflegerin der Sudetendeutschen), Michael Volk (München)

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

In Kooperation mit: Heimatpflegerin der Sudetendeutschen und Volk Verlag

Anmeldung erforderlich:
telefonisch unter 089-449993-0 oder per E-Mail unter poststelle(at)hdo.bayern.de

Die Fotografin Annette Hempfling ist von der Wischauer Tracht als ästhetischem Objekt fasziniert. In ihrem Fokus steht aber weder die Tracht als identitätsstiftendes Gemeinschaftskleid noch dessen kulturelle Praxis.

Das Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung, die im März 2024 in der Alfred-Kubin-Galerie des Sudetendeutschen Hauses München gezeigt wurde, präsentiert 56 Fotografien. Je zwei Aufnahmen bilden ein Foto-Diptychon. Irrelevant ist, zu welchem Teil der Tracht die Foto-Objekte gehören: Schuh trifft auf Spitzenkragen, Weste auf Tuch, Bluse auf Stickvorlage, Zusammengenähtes auf Aufgetrenntes. Aufnahmen von Personen werden mit Aufnahmen von Objekten konfrontiert.

Das Diptychon als Form erzwingt „Dialog“ und „Konflikt“ zwischen zwei Aufnahmen auf der Ebene der Bild- und Musterstruktur. Es vereint ästhetische Synergien im Spiel zwischen Linie und Kreis, zwischen Ornament und glatter Oberfläche, zwischen Konkretem und Abstraktem. So werden Wahrnehmungsmuster der Tracht aufgebrochen.

Mit Beiträgen von Lilia Antipow, Patricia Erkenberg, Jan Kuča, Christina Meinusch, Alexander Wandinger.

Dr. Lilia Antipow ist Historikerin, Slavistin, Übersetzerin, Ausstellungs- und Filmkuratorin. Seit 2018 leitet sie die Öffentlichkeits-, Medien- und Pressearbeit sowie der Bibliothek im Haus des Deutschen Ostens (HDO) München. Ihre Forschungsschwerpunkte sind jüdische Geschichte und Kultur nach 1917, Sowjetunion und das Völkerrecht in der Stalin-Ära, der Reformkommunismus nach 1945. Zu ihren zahlreichen Veröffentlichungen gehören unter anderem: Wozu das ganze Theater? Vsevolod Mejerchol’d zu Individuum, Gemeinschaft und Masse (2011); Der lange Abschied von der Unmündigkeit. Aleksandr Tvardovskij (1911–1971) (2022); als Hrsg. zusammen mit Helmut Altrichter: 100(0) Schlüsseldokumente zur russischen und sowjetischen Geschichte (1917–1991). Onlineedition; zusammen mit Jörn Petrick und Matthias Dornhuber: Glücksuchende? Conditio Judaica im sowjetischen Film (2011); zusammen mit Matthias Stadelmann: Schlüsseljahre. Zentrale Konstellationen der Mittel- und Osteuropäischen Geschichte (2011); zusammen mit dem Nürnberger Menschenrechtszentrum: Das Internationale Militärtribunal von Nürnberg 1945/46. Die Reden der Hauptankläger (2015); zusammen mit Iossif Jessakow und Wera Jessakowa: Verdrängte Bilder: Jüdische Neubürger Nürnbergs erinnern sich an Krieg und Holocaust (2015); zusammen mit Andreas Otto Weber und Patricia Erkenberg: Wer bin Ich? Wer sind Wir? Zu Identitäten der Deutschen aus dem östlichen Europa (2023); als Manuskript: Die UdSSR und der Nürnberger Prozess: Vorbereitung, Durchführung, Rezeption (1945–2008) (2010). Aktuelles Projekt: Die stalinistische Konstruktion des Juden: Politik und Literatur in Russland 1929–1953 (Universität Bamberg).

Christina Meinusch studierte Volkskunde, Soziologie und Pädagogik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (mit Abschluss M.A.) sowie Diplompädagogik mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung und außerschulische Jugendbildung ebenfalls in Würzburg (mit Abschluss Dipl.-Päd. (Univ.)). Seit 2014 war sie freiberuflich tätig und realisierte Projekte mit dem Schwerpunkt materielles und immaterielles Kulturerbe der Vertriebenen sowie die Wanderausstellung „(Nicht) gekommen um zu bleiben...“ für den Heimatkreis Braunau / Sudetenland in Forchheim; die Tanzsaal-Datenbank für das Referat für Kulturarbeit und Heimatpflege des Bezirks Unterfranken. Seit 2021 ist Christina Meinusch Heimatpflegerin der Sudetendeutschen. Gleichzeitig übernimmt sie Lehraufträge für Museologie an der Universitäten Würzburg und für Europäische Ethnologie an der Universität Bamberg und wirkt als Ausstellungskuratorin. Von Christina Meinusch liegen u.a. vor: Der Heimatkreis Braunau / Sudetenland. Ursprünge – Entwicklung – Aktivitäten (2023); zus. mit Günter Reichert: (Nicht) Gekommen um zu bleiben… Braunau – Forchheim – Broumov. Vertreibung – Patenschaft – Partnerschaft. (2019); „verloren – vermisst – verewigt. Heimatbilder der Sudetendeutschen“ (2023); Heimat aus Stoff und Spitze. In: Bezirk Mittelfranken (Hg.): Heimat im Gepäck. Vertriebene und ihre Trachten (2023).

JUL 11.

Lesung

Steinort wird Sztynort – ein masurisches Dorf nach 1945

Veranstaltungstermin: Donnerstag, 11. Juli 2024, 19.00 Uhr

Referentinnen: Ulla Lachauer (Lüneburg) und Agata Kern (Lüneburg)

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

In Kooperation mit: Kulturreferentin für Ostpreußen und das Baltikum

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Masuren im ehemaligen Ostpreußen Teil Polens. Nachdem die deutsche Bevölkerung weitgehend geflüchtet oder vertrieben war, wurde auch das masurische Dorf Steinort neu besiedelt. Bis 1945 war der Ort weithin bekannt als Sitz der Grafen von Lehndorff. Der letzte Schlossherr, Heinrich von Lehndorff, zählte zum Widerstand vom 20. Juli 1944.

Ulla Lachauer und Agata Kern erzählen von Polen, Ukrainern und Belarussen, die meisten ihrerseits Vertriebene aus dem Vorkarpatenland, aus Wolhynien und dem Gebiet um Wilna, die nach 1945 in die Häuser der vertriebenen Steinorter zogen. Wie die wenigen Masuren, die dageblieben waren, kämpften sie ums Überleben und mussten sich im sozialistischen Polen zurechtfinden. Mittelpunkt des Dorfes Sztynort war der „Pałac“: Das Lehndorffsche Schloss war jetzt Sitz der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (PGR). Wie fanden die Siedler verschiedener Herkunft zusammen? Welche Wege gingen ihre Kinder und Enkel? Was geschah nach 1989? – diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Ulla Lachauer (geb. 1951) ist Historikerin, Buchautorin und Dokumentarfilmerin. Ihr Interessengebiet liegt in Mittel- und Osteuropa, vor allem im früheren Ostpreußen. Von Ulla Lachauer liegen u.a.: Paradiesstraße. Lebenserinnerungen der ostpreußischen Bäuerin Lena Grigoleit (1996); Die Brücke von Tilsit (1994); Ostpreußische Lebensläufe (1998); Ritas Leute. Eine deutsch-russische Familiengeschichte (2002). Sie hat die Texte für das Projekt „Steinorter/Sztynorter Migrationsgeschichten“ geschrieben, die auf der Seite Copernico.eu veröffentlicht wurden.

Agata Kern ist Juristin, Slavistin und Osteuropahistorikerin. Sie ist in Węgorzewo (Angerburg) in Masuren geboren und in Sztynort (Steinort) und Kętrzyn (Rastenburg) aufgewachsen. Seit 2008 ist Agata Kern Kulturreferentin für Ostpreußen und das Baltikum am Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg.

JUL 18.

Buchpräsentation

„Bittere Brunnen. Hertha Gordon-Walcher und der Traum von der Revolution“ (2023)

Veranstaltungstermin: Donnerstag, 18. Juli 2024, 19.00 Uhr

Referentin: Regina Scheer (Berlin)

Moderation: Patricia Erkenberg M.A. (HDO)

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2023

Eine Alternative zum Kapitalismus ist möglich, eine Welt ohne Krieg, Armut und Ausbeutung: davon ist die junge Jüdin Hertha Gordon (geb. 1894 in Königsberg), später Walcher, überzeugt, als sie sich in den 1910er Jahren den Sozialisten anschließt und in den Kampf stürzt. Hautnah erlebt sie den großen Traum von der Revolution, aber auch das Scheitern und schmerzhafte Ende der Illusionen mit. Die Geschichte ihres Jahrhundertlebens ist das Panorama einer Epoche.

Mitreißend erzählt Regina Scheer von einer außergewöhnlichen Frau in unruhigen Zeitläuften, von existenziellen Auseinandersetzungen unter Gleichgesinnten in der Weimarer Demokratie, vom Widerstand gegen die Nationalsozialisten, von einer dramatischen Flucht über Marseille in die USA, vom Exil in New York und von der Hoffnung auf den Aufbau eines anderen Deutschland nach dem Krieg.

Regina Scheer kannte Hertha Walcher (1894‒1990) seit ihrer Kindheit und führte über viele Jahre Gespräche mit ihr. Sie bietet einen außergewöhnlichen, sehr privaten Blick auf eine beeindruckende Frau, die klandestin nach Moskau reiste, um Dokumente zu überbringen, und dort Lenin und Stalin begegnete; die Spezialistin in der Herstellung von Geheimtinte war, deren Weggefährten Rosa Luxemburg, Clara Zetkin, Wilhelm Pieck, Bertolt Brecht, Willy Brandt hießen. Voller Empathie erzählt Scheer von einem entbehrungsreichen Leben im Dienst einer großen Idee, von unzerstörbarer Hoffnung, von Verbundenheit und Hilfsbereitschaft, aber auch von erbittertem Streit unter Menschen, die doch das gleiche Ziel verfolgen.

Regina Scheer (geb. 1950) studierte Theater- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität. Sie war freie Autorin und Mitarbeiterin der Literaturzeitschrift „Temperamente“ und der Wochenzeitschrift „Forum“. Nach 1990 wirkte sie an Ausstellungen, Filmen und Anthologien mit und veröffentlichte mehrere Bücher zur deutsch-jüdischen Geschichte, u.a. „Im Schatten der Sterne“ (2004). Ihre ersten beiden Romane, „Machandel“ (2014) und „Gott wohnt im Wedding“ (2019), waren große Publikumserfolge.

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Veranstaltungsarchiv

2021

Programm Juni bis Juli 2021

Programm September bis Dezember 2021

Terminabsagen und Onlineveranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie September bis Dezember 2021

2022

Programm Januar bis März 2022

Programm April bis Juli 2022

Programm September bis Dezember 2022

2023

Programm Januar bis März 2023

Programm April bis Juni 2023

Programm September bis Dezember 2023

2024

Programm Januar bis März 2024

Haus des Deutschen Ostens
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Programm Mai bis Juli 2024

Das komplette Programmheft Mai bis Juli 2024 können Sie hier herunterladen.

Eintritt

Soweit nicht anders vermerkt, ist der Eintritt zu den Veranstaltungen frei.

Anmeldung

Bei Veranstaltungen mit Anmeldung bitten wir um rechtzeitige Platzreservierung per E-Mail.

Auch bei Veranstaltungen ohne Anmeldung gilt: Einlass nur bis zur höchstzulässigen Personenzahl.

Hinweis

Mit der Teilnahme an den Veranstaltungen erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen zu sehen sind, die das Haus des Deutschen Ostens im Rahmen seiner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verwendet.

Veranstaltungsarchiv

Eine Übersicht über unsere Veranstaltungen der vergangenen Jahre finden Sie in den jeweiligen HDO-Journalen.