Ausstellungen

Aktuelle Ausstellungen im HDO

Bitte beachten Sie die aktuellen Zutrittsregeln zum HDO. Diese finden Sie hier.

Die Kinder von Föhrenwald und Waldram

Ausstellung _die Kinder Von Föhrenwald

Im Wolfratshauser Forst entstand nach dem Zweiten Weltkrieg das größte und am längsten bestehende Lager für jüdische Displaced Persons (DPs) in ganz Deutschland. Heimatlos gewordene Juden aus Polen, Litauen, Russland, Rumänien und Ungarn warteten hier auf ihre Ausreise nach Palästina/Israel oder hofften, in einem anderen Land ein neues Leben beginnen zu können. Sie bezeichneten sich selbst als „She’erit Hapletah”, was soviel bedeutet wie „Rest der Geretteten”. Im Lauf von zwölf Jahren lebten, weitgehend abgeschirmt von der Außenwelt, Tausende Menschen in dieser Enklave jüdischen Lebens. Im Februar 1957 mussten die letzten DPs das Lager verlassen. Sie wurden v.a. in München, Frankfurt a. M., Düsseldorf und Köln untergebracht.

1955 kaufte das Katholische Siedlungswerk die Liegenschaft, um Wohnraum für Vertriebene zu schaffen. Die neuen Bewohner waren meist katholische, kinderreiche Familien, die als Folge des Zweiten Weltkriegs 1946 aus ihrer Heimat vertrieben worden waren. 1957 wurde Föhrenwald in Waldram umbenannt. Zunehmend fanden hier auch nichtkatholische und nicht aus ihrer Heimat vertriebene Menschen ein neues Zuhause.

Die Ausstellung gibt anhand historischer Bilddokumente einen berührenden Einblick in diese „Nachkriegskindheit in Oberbayern“, indem sie zwei Zeitschichten aus der Geschichte des Ortes einander gegenüberstellt.

Öffnungszeiten: 29. April bis 29. Juli 2022, 10 bis 20 Uhr (werktags)

Baltikum analog - Unterwegs mit dem Fotografen Karl-Heinz Rothenberger

Ausstellung _baltikum Analog

Durch die Wahl zu Kulturhauptstädten Europas rückten die Hauptstädte der baltischen Staaten in das öffentliche Interesse. Europa wurde 2009 vertreten durch Litauens Hauptstadt Vilnius, 2011 durch Estlands Hauptstadt Tallinn und 2014 durch Lettlands Hauptstadt Riga. Der baltische Reigen setzt sich 2022 mit Kaunas (Litauen) und 2024 mit Tartu (Estland) fort. Nicht nur die Hauptstädte, sondern auch Land und Leute kennenzulernen, ließen Karl-Heinz Rothenberger im Sommer 2019 in ein Campingmobil steigen und die reiche Kultur, die eindrucksvollen Landschaften und die freundlichen, weltoffenen Menschen erleben. Die gezeigten Bilder sind Eindrücke des Erlebten, sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ihre Anordnung, die nicht geografischen Gegebenheiten und Landesgrenzen oder dem zeitlichen Reiseablauf folgt, stellt eine subjektive Abfolge von Menschen, Landschaften und Architekturen dar.

Professor Dr. Karl-Heinz Rothenberger wurde 1945 in Landshut geboren und studierte Medizin in München und Zürich. Nach Assistenzarztjahren in der Inneren Medizin und Chirurgie wendete er sich der Urologie zu. Parallel dazu widmete sich Rothenberger schon früh der Fotografie, so beteiligte er sich bereits 1967 mit 2 Arbeiten an einer Ausstellung des Deutschen Jugendfotowettbewerbs in Düsseldorf. Inzwischen hat sich der Künstler und Arzt ganz auf die Schwarz-Weiß-Fotografie in analoger Kleinbildtechnik fokussiert.

Öffnungszeiten: 11. Mai bis 28. Oktober 2022, 10 bis 20 Uhr (werktags), August geschlossen

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Aktuelle Ausstellungen außerhalb des HDO

 

Fremd : Vertraut. Hermannstadt : Kronstadt - Zwei Städte in Siebenbürgen

Plakat Ausstellung Fremd Vertraut

„Fremd : Vertraut. Hermannstadt : Kronstadt“: Jede dieser siebenbürgischen Städte entwickelte sich im Verlaufe ihrer Geschichte zu einem je eigenen Kosmos, auch wenn gegenseitige Berührungen, wenn das Aufeinander-Angewiesen-Sein unübersehbar sind. Selbst für diejenigen, die den jeweiligen Kosmos, in dem sie groß geworden sind, zu kennen glauben, birgt dieser immer beides zugleich – Fremdes und Vertrautes. Die Frage, wann das Fremde zum Vertrauten wird, kann kaum generell beantwortet werden. Dieser Prozess wird von zu vielen sehr individuellen, vor allem auch biografischen Faktoren beeinflusst. Allerdings gilt auch dies: Ängste vor dem Fremden ungehemmt auszuleben, ist ein gesellschaftliches No-Go. So ist die aktuelle Frage mehr denn je: Wie wird das mir Fremde zum Vertrautem, ohne dass ich das Fremde seiner Identität beraube?

Die großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien von Jürgen van Buer sind eine Aufforderung an die Betrachter:innen, ihre je individuelle Antwort auf die Frage dieser Ausstellung zu finden.

Kurator: Josef Balazs

Ausstellungsort: Teutsch Haus (Begegnungs- und Kulturzentrum Friedrich Teutsch der Evangelischen Kriche A.B. in Rumänien), Str. Mitropoliei Nr. 30, 550179 Sibiu - Hermannstadt
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 10 bis 17 Uhr

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Wanderausstellungen des HDO

Das Haus des Deutschen Ostens bietet derzeit zwei Wanderausstellungen zum Verleih an: "Mitgenommen - Heimat in Dingen" und "Kann Spuren von Heimat enthalten. Eine Ausstellung über Essen und Trinken, Identität und Integration der Deutschen aus dem ösltichen Europa".

Alle Informationen zu Umfang der Ausstellungen, Leihbedingungen und Ansprechpartnern finden Sie hier:

Informationen zur Wanderausstellung "Mitgenommen" (PDF)

Informationen zur Wanderausstellung "Kann Spuren von Heimat enthalten" (PDF)

Informationen zur Wanderausstellung "Wer bin Ich? Wer sind Wir?" (PDF)

 

Virtuelle Ausstellungen

Fremd : Vertraut. Hermannstadt : Kronstadt. Zwei Städte in Siebenbürgen, fotografiert von Jürgen van Buer

Die aktuelle Ausstellung des HDO „Fremd : Vertraut. Hermannstadt : Kronstadt. Zwei Städte in Siebenbürgen, fotografiert von Jürgen van Buer“ kann in den virtuell begehbaren Ausstellungsräumen des HDO besucht werden. Sie finden dort alle Fotos, Texte und Videos, die in der Vor-Ort-Präsentation zu sehen sind.

Realisierung der virtuellen Ausstellung: Oliver Balazs, Fotos: Josef Balazs und Lilia Antipow.

Hier geht es zur virtuellen Ausstellung

Virtuelle Ausstellung Fremd Vertraut

 

Wer bin Ich? Wer sind Wir? Zu Identitäten der Deutschen aus dem östlichen Europa

Jubiläumsausstellung des Hauses des Deutschen Ostens.

Idee und Realisierung der virtuellen Ausstellung: Oliver Balazs, unter Mitarbeit von Sascha Töpfer (beide Berlin), Fotos: Annette Hempfling und Lilia Antipow.

Hier geht es zur virtuellen Ausstellung.

Virtuelle Ausstellung Wer bin Ich

 

"Russlanddeutsche - Zeiten des Umbruchs"

Die virtuelle Ausstellung "Russlanddeutsche - Die Zeiten des Umbruchs" widmet sich der russlanddeutschen Geschichte sowie Literatur in der Zeit von 1917 bis 1991, die sie über verschiedene Zugänge vermitteln will. Sie wurde im Rahmen des Masterstudienschwerpunktes „Osteuropäische Studien mit Praxisbezug“ des Historischen Institutsdes Seminars für Slavistik / Lotman-Institut für russische Kultur an der Ruhr-Universität Bochum und des Osteuropa-Kollegs NRW sowie in Kooperation mit dem Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold und dem Haus des Deutschen Ostens (München) erstellt. Sie finden die Ausstellung auf der Webseite der Martin-Opitz-Bibliothek (Herne).

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"Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen. Ein europäisches Kulturerbe"

Durch kaum eine andere Region Europas wird der Choral Martin Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen“ architektonisch so versinnbildlicht wie durch die im südlichen Siebenbürgen gelegene Kirchenburgenlandschaft. Hier entstanden vom Beginn der Einwanderung der Siebenbürger Sachsen am Ende des 12. Jahrhunderts zahlreiche befestigte Kirchenburgen, von denen noch rund 160 erhalten sind.

Die Ausstellung "Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen" wurde von der Stiftung Kirchenburgen in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Berlin, dem Deutschen Kulturforum östliches Europa und der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien entwickelt. Durch Förderung des HDO konnte 2020 eine virtuelle Version erstellt werden.

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