„Die 329 Tage zur deutschen Einigung. Das vollständige Tagebuch mit Nachbetrachtungen, Rückblenden und Ausblicken“ (2024)

Veranstaltungstermin: Dienstag, 6. Mai 2025, 19.00 Uhr

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Referenten: Horst Teltschik (Rottach-Egern), Michael Gehler (Hildesheim)

Moderation: Dr. Florian Kühler-Wielach (Direktor des IKGS München), Dr. Wolfgang Schwarz (Kulturreferent für die böhmischen Länder)

In Kooperation mit: Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München, Kulturreferent für die böhmischen Länder

Anmeldung erforderlich: telefonisch unter 089-449993-0 oder per E-Mail an poststelle(at)hdo.bayern.de

Horst Teltschik, der im mährischen Klantendorf/Kujavy geboren wurde, war der engste Mitarbeiter und wichtigste außenpolitische Berater von Bundeskanzler Helmut Kohl. Sein komplett freigegebenes Tagebuch vom 9. November 1989 bis zum 3. Oktober 1990 behandelt die zentralen Themen dieser für Deutschland und Europa entscheidenden Periode. Nachbetrachtungen und Rückblenden in Interviews mit Teltschik erhellen weitere Hintergründe, so dass neben der Tagebuch- auch eine Zeitzeugen-Edition vorliegt. Weitere Dokumente, Bibliografie und Chronologie runden mit Orts-, Sach- und Personenregister ein einmaliges Quellenwerk zur Geschichte der deutschen Einigung ab.

Horst M. Teltschik (geb. 1940 in Klantendorf/Sudetenland) war engster außen- und deutschlandpolitischer Berater von Bundeskanzler Helmut Kohl (1982–1990), Sonderbeauftragter für die Verhandlungen mit Polen (1989–1990); Führungspositionen bei der Bertelsmann Stiftung (1991–1992), der BMW Group (1993–2003), Boeing Deutschland und Boeing International (2003–2006) sowie Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz (1999–2008). Seit 2003 hat er eine Honorarprofessur an der neuen Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität München inne.

Professor Dr. Michael Gehler (geb. 1962 in Innsbruck) war Professor für Neuere und Neueste Geschichte am Institut für Zeitgeschichte der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (1999–2006). Seit 2006 ist er Professor und Leiter des Instituts für Geschichte der Stiftung Universität Hildesheim, seit 2007 Inhaber eines Jean-Monnet-Lehrstuhls für Europäische Geschichte der EU-Kommission. Seit 2021 ist er zudem Professor an der Andrássy Universität Budapest.

Mit dieser Veranstaltung wird die neue HDO-Programmreihe „Nur eine Minderheit? Deutsche aus dem östlichen Europa in der Politik“ eröffnet. Anschließend findet ein Empfang statt.