Mitteilung

25.01.2018 Meldungsnummer: 152

Vortrag und Buchpräsentation am 20. Februar, 19 Uhr

Großschlesisch? Großfriesisch? Großdeutsch!

Termin: Dienstag, 20. Februar 2018, 19 Uhr

Referent: Priv.-Doz. Dr. Tobias Weger

Ab 1925 entfalteten sich im Nordwesten und im Südosten des Deutschen Reiches grenz-überschreitende ethnoregionale Aktivitäten in einem "großdeutschen" Sinne. Sie betrafen die deutsch-polnisch-tschechoslowakische und die deutsch-niederländische Grenze – "Schlesien" und "Friesland".

Wer waren die Protagonisten der so genannten Schlesischen Stammlandbewegung bzw. der Großfriesischen Bewegung? Wie war es um ihr Loyalitätsverhältnis zu ihren jeweiligen Staaten bestellt? Welche Inhalte wurden auf den Schlesischen Kulturwochen bzw. den Großfriesischen Kongressen verhandelt? Wie entwickelten sich beide Tendenzen im Angesicht des National-sozialismus und welche Bedeutung hatten sie für die ideologische Unterfütterung der deutschen Expansion während des Zweiten Weltkriegs? In welcher Form lebten beide Strömungen nach 1945 weiter?

Auf diese und eine Reihe weiterer Fragen versucht die vorliegende Studie, die aus einer Habilitationsschrift an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg hervorgegangen ist, Antworten beizusteuern. Präsentiert wird ein vielfältiges Spektrum künstlerischer, wissenschaftlicher und pädagogischer Konzepte zwischen Heimatbewegung und völkischer Ideologie.

Priv.-Doz. Dr. Tobias Weger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa in Oldenburg.

Das Buch ist 2017 im Verlag de Gruyter erschienen.
978-3-11-046098-8, € 84,95

Haus des Deutschen Ostens
Logo: Haus des Deutschen Ostens
Großschlesisch? Großfriesisch? Großdeutsch!
Weger Buchcover